Die Tafeln e.V. in Deustschland

Was uns in aller Welt Positives bez. der Politik begegnet - Der Bürger hat das Recht und die Pflicht, die Regierung zur Ordnung zu rufen, wenn er glaubt, daß sie demokratische Rechte mißachtet.”
Dr. Gustav Heinemann, Bundespräsident (1969 –1974 )

Moderator: cleverle2003

eulenspiegel2003

Die Tafeln e.V. in Deustschland

Beitragvon eulenspiegel2003 » Sa Aug 12, 2006 12:07 pm

Woher kommt die Tafelidee ?

Vor mehr als 30 Jahren entstand die Tafelidee in den USA. Inzwischen ist dort ein flächendeckendes, sehr professionelles System von Tafeln entstanden. Im Herbst 1993 kam die Idee aus Amerika nach Deutschland. Von einem Bericht über "New York City Harvest" fühlte sich eine Frauengruppe in Berlin angesprochen, und so entstand in kurzer Zeit die erste deutsche Tafel an der Spree. Fünf Jahre später gibt es Tafeln in 100 deutschen Städten. Ein weiteres Jahr später (Februar 1999) sind es 200 Tafeln, zwischenzeitlich ist ihre Zahl auf über 300 angewachsen (Stand Juli 2000).
Informationen über die Tafelidee in Amerika gibt es unter www.foodchain.org. Informationen über den Bundesverband der Deutschen Tafeln und über regionale Tafeleinrichtungen finden Sie unter www.tafel.de
http://www.leipziger-tafel.de/index3.html


Es ist eine Schande, dass so etwas nötig geworden ist in Deutschland.
Die neueste Meldung besagt, dass mittlerweile die 600. Tafel ins Leben gerufen wurde.

Rattie
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Re: Die Tafeln e.V. in Deustschland

Beitragvon Rattie » Sa Aug 12, 2006 12:24 pm

Na, da hat Deutschland doch wenigstens ein Gebiet, auf dem es aufwärts geht (sorry, dass ich etwas sarkastisch werde).

Auch ich unterstütze eine ähnliche Organisation, die sich um Obdachlose kümmert. Auch hier kann man die Zunahme der armen Menschen beobachten. Unser unmenschliches System macht sie zu Aussenseitern. Man findet hier vom Uniprofessor bis zum Ungelernten alle Schichten der Gesellschaft. Es ist beängstigend, diese Entwicklung zu sehen. Es kann jeden von uns erwischen. Viele dieser Betroffenen hatten gute Jobs, ein Haus, eine intakte Familie, waren gesund und hatten finanziell keine Probleme. Und dann kommt ein Schicksalsschlag, von dem sie sich nicht mehr erholten. Das kann eine Scheidung, eine Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Mobbing sein. Die Gründe sind egal. Was schlimm ist, ist die unmenschliche Reaktion der Bekannten und Verwandten. Die"Freunde" von einst kennen einen nicht mehr, da man ja keinen Benz oder BMW mehr fahren kann. Oder man wird gemieden, weil man eine Krankheit hat, die verhindert, am öffentlichen Leben teilnehmen zu können.

Daher würde ich sehr vorsichtig sein, jemanden wegen seines Status zu verurteilen. Es geht schneller als man denkt.

Der Ratz

Gast

Re: Die Tafeln e.V. in Deustschland

Beitragvon Gast » Sa Aug 12, 2006 12:37 pm

rattie hat geschrieben:Na, da hat Deutschland doch wenigstens ein Gebiet, auf dem es aufwärts geht (sorry, dass ich etwas sarkastisch werde).

Auch ich unterstütze eine ähnliche Organisation, die sich um Obdachlose kümmert. Auch hier kann man die Zunahme der armen Menschen beobachten. Unser unmenschliches System macht sie zu Aussenseitern. Man findet hier vom Uniprofessor bis zum Ungelernten alle Schichten der Gesellschaft. Es ist beängstigend, diese Entwicklung zu sehen. Es kann jeden von uns erwischen. Viele dieser Betroffenen hatten gute Jobs, ein Haus, eine intakte Familie, waren gesund und hatten finanziell keine Probleme. Und dann kommt ein Schicksalsschlag, von dem sie sich nicht mehr erholten. Das kann eine Scheidung, eine Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Mobbing sein. Die Gründe sind egal. Was schlimm ist, ist die unmenschliche Reaktion der Bekannten und Verwandten. Die"Freunde" von einst kennen einen nicht mehr, da man ja keinen Benz oder BMW mehr fahren kann. Oder man wird gemieden, weil man eine Krankheit hat, die verhindert, am öffentlichen Leben teilnehmen zu können.

Daher würde ich sehr vorsichtig sein, jemanden wegen seines Status zu verurteilen. Es geht schneller als man denkt.

Der Ratz


Bei uns in der Gegend gibt es die Lions. Diese, vorwiegend jungen Menschen, sammeln, meist an Samstagen, da ja an diesem Tag meist Familiengroßeinkaufstag ist, Lebensmittel und andere Waren des täglichen Bedarfs. Und das mit riesigem Erfolg. Jeder, der im Markt ein bis zwei benötigte Artikel mehr kauft ( was benötigt wird, steht am Eingang ), tut etwas für Bedürftige. Und die paar €umel lassen einem Verdienenden ganz gewiß nicht in bodenlose Armut stürzen.

gruß

rolando

Lustig

Re: Die Tafeln e.V. in Deustschland

Beitragvon Lustig » Sa Aug 12, 2006 12:38 pm

rattie hat geschrieben:Na, da hat Deutschland doch wenigstens ein Gebiet, auf dem es aufwärts geht (sorry, dass ich etwas sarkastisch werde).

Auch ich unterstütze eine ähnliche Organisation, die sich um Obdachlose kümmert. Auch hier kann man die Zunahme der armen Menschen beobachten. Unser unmenschliches System macht sie zu Aussenseitern. Man findet hier vom Uniprofessor bis zum Ungelernten alle Schichten der Gesellschaft. Es ist beängstigend, diese Entwicklung zu sehen. Es kann jeden von uns erwischen. Viele dieser Betroffenen hatten gute Jobs, ein Haus, eine intakte Familie, waren gesund und hatten finanziell keine Probleme. Und dann kommt ein Schicksalsschlag, von dem sie sich nicht mehr erholten. Das kann eine Scheidung, eine Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Mobbing sein. Die Gründe sind egal. Was schlimm ist, ist die unmenschliche Reaktion der Bekannten und Verwandten. Die"Freunde" von einst kennen einen nicht mehr, da man ja keinen Benz oder BMW mehr fahren kann. Oder man wird gemieden, weil man eine Krankheit hat, die verhindert, am öffentlichen Leben teilnehmen zu können.

Daher würde ich sehr vorsichtig sein, jemanden wegen seines Status zu verurteilen. Es geht schneller als man denkt.

Der Ratz


Hei Ratti,

vor 5 Jahren macht ich einen Städtetrip nach Barcelona . Ich kam abends an und wollte noch ein bißchen durch die Stadt wandern. Nun ich ging durch bekannte Strassen und Plätze und an einer Ecke war ein Lebensmittelladen der kurz davor war zu schließen und transportierte die Äbfälle in den bereitgestellten Container . Ich wunderte mich das vor dem Container Menschen standen und warteten. Als dann die erste Fuhre ( Lebensmittel )kam stürzten sich die Menschen auf den Container und holten raus was nur ging. Ich war in dem Moment so geschockt , das ich nicht viel sagen konnte und dachte bei mir , gut das wir in Deutschland diese Zustände nicht haben.
Ich muß sagen ich habe mich gewaltig geirtt.
Die Profiteure sitzen dann Abends in Talkshows und propagieren mehr von diesen Zuständen.

Rattie
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Re: Die Tafeln e.V. in Deustschland

Beitragvon Rattie » Sa Aug 12, 2006 12:47 pm

Lustig hat geschrieben:
rattie hat geschrieben:Na, da hat Deutschland doch wenigstens ein Gebiet, auf dem es aufwärts geht (sorry, dass ich etwas sarkastisch werde).

Auch ich unterstütze eine ähnliche Organisation, die sich um Obdachlose kümmert. Auch hier kann man die Zunahme der armen Menschen beobachten. Unser unmenschliches System macht sie zu Aussenseitern. Man findet hier vom Uniprofessor bis zum Ungelernten alle Schichten der Gesellschaft. Es ist beängstigend, diese Entwicklung zu sehen. Es kann jeden von uns erwischen. Viele dieser Betroffenen hatten gute Jobs, ein Haus, eine intakte Familie, waren gesund und hatten finanziell keine Probleme. Und dann kommt ein Schicksalsschlag, von dem sie sich nicht mehr erholten. Das kann eine Scheidung, eine Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Mobbing sein. Die Gründe sind egal. Was schlimm ist, ist die unmenschliche Reaktion der Bekannten und Verwandten. Die"Freunde" von einst kennen einen nicht mehr, da man ja keinen Benz oder BMW mehr fahren kann. Oder man wird gemieden, weil man eine Krankheit hat, die verhindert, am öffentlichen Leben teilnehmen zu können.

Daher würde ich sehr vorsichtig sein, jemanden wegen seines Status zu verurteilen. Es geht schneller als man denkt.

Der Ratz


Hei Ratti,

vor 5 Jahren macht ich einen Städtetrip nach Barcelona . Ich kam abends an und wollte noch ein bißchen durch die Stadt wandern. Nun ich ging durch bekannte Strassen und Plätze und an einer Ecke war ein Lebensmittelladen der kurz davor war zu schließen und transportierte die Äbfälle in den bereitgestellten Container . Ich wunderte mich das vor dem Container Menschen standen und warteten. Als dann die erste Fuhre ( Lebensmittel )kam stürzten sich die Menschen auf den Container und holten raus was nur ging. Ich war in dem Moment so geschockt , das ich nicht viel sagen konnte und dachte bei mir , gut das wir in Deutschland diese Zustände nicht haben.
Ich muß sagen ich habe mich gewaltig geirtt.
Die Profiteure sitzen dann Abends in Talkshows und propagieren mehr von diesen Zuständen.


Tja, und was mich am meisten ärgert, ist die Tatsache, dass das die Bevölkerung noch stillschweigend hinnimmt. Wenn sich ein Bundesminister hinstellt und verurteilt, dass sich die Arbeitslosen alle ihnen zustehenden Mittel rausholen, geht mir der Hut hoch. Es werden hier Menschen verteufelt, die diesem Trottel ermöglichen, zu leben, wie die Made im Speck. Bald wird sich dieses System dem Untergang nähern. Und ich möchte nicht in der Haut dieser Ausbeuter stecken.

Der Ratz

Eileen

Re: Die Tafeln e.V. in Deustschland

Beitragvon Eileen » Mo Sep 18, 2006 11:41 am

rattie hat geschrieben:
Lustig hat geschrieben:
rattie hat geschrieben:Na, da hat Deutschland doch wenigstens ein Gebiet, auf dem es aufwärts geht (sorry, dass ich etwas sarkastisch werde).

Auch ich unterstütze eine ähnliche Organisation, die sich um Obdachlose kümmert. Auch hier kann man die Zunahme der armen Menschen beobachten. Unser unmenschliches System macht sie zu Aussenseitern. Man findet hier vom Uniprofessor bis zum Ungelernten alle Schichten der Gesellschaft. Es ist beängstigend, diese Entwicklung zu sehen. Es kann jeden von uns erwischen. Viele dieser Betroffenen hatten gute Jobs, ein Haus, eine intakte Familie, waren gesund und hatten finanziell keine Probleme. Und dann kommt ein Schicksalsschlag, von dem sie sich nicht mehr erholten. Das kann eine Scheidung, eine Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Mobbing sein. Die Gründe sind egal. Was schlimm ist, ist die unmenschliche Reaktion der Bekannten und Verwandten. Die"Freunde" von einst kennen einen nicht mehr, da man ja keinen Benz oder BMW mehr fahren kann. Oder man wird gemieden, weil man eine Krankheit hat, die verhindert, am öffentlichen Leben teilnehmen zu können.

Daher würde ich sehr vorsichtig sein, jemanden wegen seines Status zu verurteilen. Es geht schneller als man denkt.

Der Ratz


Hei Ratti,

vor 5 Jahren macht ich einen Städtetrip nach Barcelona . Ich kam abends an und wollte noch ein bißchen durch die Stadt wandern. Nun ich ging durch bekannte Strassen und Plätze und an einer Ecke war ein Lebensmittelladen der kurz davor war zu schließen und transportierte die Äbfälle in den bereitgestellten Container . Ich wunderte mich das vor dem Container Menschen standen und warteten. Als dann die erste Fuhre ( Lebensmittel )kam stürzten sich die Menschen auf den Container und holten raus was nur ging. Ich war in dem Moment so geschockt , das ich nicht viel sagen konnte und dachte bei mir , gut das wir in Deutschland diese Zustände nicht haben.
Ich muß sagen ich habe mich gewaltig geirtt.
Die Profiteure sitzen dann Abends in Talkshows und propagieren mehr von diesen Zuständen.


Tja, und was mich am meisten ärgert, ist die Tatsache, dass das die Bevölkerung noch stillschweigend hinnimmt. Wenn sich ein Bundesminister hinstellt und verurteilt, dass sich die Arbeitslosen alle ihnen zustehenden Mittel rausholen, geht mir der Hut hoch. Es werden hier Menschen verteufelt, die diesem Trottel ermöglichen, zu leben, wie die Made im Speck. Bald wird sich dieses System dem Untergang nähern. Und ich möchte nicht in der Haut dieser Ausbeuter stecken.

Der Ratz


Hi Rattie,

die Bevölkerung nimmt es nicht nur stillschweigend hin, sondern lästert auch noch und stellt Menschen ins Abseits. Kann man schon in diesem Forum bemerken, wenn behauptet wird, daß es 70 % der Deutschen mehr als gut gehen würde.

Wenn wir, das Volk, die Wähler nicht gewesen wären, wären diese Volksverräter vielleicht sogar dieser Bevölkerungsgruppe zugehörig.

Ich denke auch, daß es nicht mehr lange gutgehen kann, denn heute "nur" 10.000.000 Millionen Menschen, morgen vielleicht das Doppelte.....

Es grummelt in Deutschland....schon wegen der besonders guten Zukunftsaussichten, die dann unsere Kinder und Kindeskinder leben müssen.

Grüße Eileen


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